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REKONSTRUKTION DES STARA ZAGORA ZOO
Typ
Realisierung
Datum
Projekt 2017
Bauzeit 2020–2022
Ort
Stara Zagora
Rolle
Teamleiter, Bauaufsicht des Autors
Merkmale des Standorts:
Der Zoo Stara Zagora wurde 1957 gegründet und erstreckt sich über eine Fläche von 70 Dekar. Seit seiner Gründung wurden nur teilweise Instandhaltungsarbeiten durchgeführt, weshalb eine Komplettsanierung notwendig ist.
Der Zoo ist Teil einer Parkanlage im Norden der Stadt und integraler Bestandteil desselben.
Ziel der Sanierung ist es, den Zoo harmonisch in das Stadtbild einzufügen.
Über 50 Gehege mit mehr als 400 Tieren aus fast allen Kontinenten befinden sich auf dem Zoogelände.
Die langjährige Erfolgsgeschichte des Zoos verbindet sich auf einzigartige Weise mit der Veterinärmedizinischen Fakultät der Thrakischen Universität Stara Zagora, der dortigen Veterinärmedizinischen Hochschule sowie dem Wildtierrettungszentrum. Alle Voraussetzungen für den Betrieb des Zoos als Rettungs- und Ausbildungszentrum sind somit gegeben.
Das Projekt umfasst das gesamte Zoogelände mit all seinen Gebäuden und verfolgt folgende Ziele:
1. Geodätische Vermessung und Erstellung eines aktuellen Katasters des Gebiets.
2. Architektonische Bestandsaufnahme der bestehenden Gebäude und Bewertung von Art und Umfang der Sanierung.
3. Analyse der Infrastruktur und Entscheidung über deren Sanierung und Weiterentwicklung.
Die Sanierungsmaßnahmen wurden in folgenden Schritten durchgeführt:
1. Restaurierung des Gebäudes unter Berücksichtigung der bestehenden Vorgaben.
2. Erhaltung und Instandsetzung des Innenraums, Erweiterung und Erneuerung des Außenbereichs.
3. Neubau eines Gebäudes.
Architektur, Design, Funktionalität:
Konzept – „Scheunenarchitektur“
Ein Schlüsselkonzept für die Umsetzung dieses Projekts ist die „Scheunenarchitektur“, eine Komposition aus Elementen, die verschiedene funktionale und räumliche Varianten eines Gebäudes vom Typ „Scheune“ darstellen.
Dabei handelt es sich um ein Wirtschaftsgebäude, das an der Schnittstelle zwischen reinem Wohnen und den Produktionsfunktionen eines landwirtschaftlichen Betriebs steht, in dem Lebensmittel gelagert und produziert oder verschiedene Tierarten gehalten werden können.
Die Analyse des Planungskonzepts, der volumetrischen Raumlösung und des charakteristischen Erscheinungsbilds dieser Gebäudetypen bestätigt die Schlussfolgerung, dass diese Strukturen mit ihrer maximal reduzierten funktionalen, räumlichen und visuellen Lösung ein architektonisches Bild des Zusammenlebens von Mensch und Tier in einer harmonischen natürlichen Umgebung verkörpern. In diesem architektonischen Bild ist noch immer die Kraft des seit langem bewährten Pragmatismus und die vollständige Verschmelzung architektonischer und bautechnischer Lösungen erkennbar.
Bau-, Energieeffizienz- und Technologiekennzahlen:
Die Standards der Verordnung über universelles Design für eine barrierefreie Umwelt wurden auf alle Entwurfslösungen sowie auf die unterschiedlichsten Holzkonstruktionen angewendet.
Als charakteristisches Detail, das allen Objekten und dem gesamten Zoo einen wiedererkennbaren Stil verleiht, wurden Holzfassaden und -verkleidungen aus nachhaltiger Forstwirtschaft mit einem Umkreis von maximal 200 km um den Standort verwendet.
Die für die Verkleidung und Pflasterung der Gassen verwendeten Natursteinplatten stammen entweder aus recycelten alten Gassen oder werden in Bulgarien in Tagebauen mit einer maximalen Entfernung von 200 km abgebaut.
Die Gebäudeelemente sind gemäß Energieeffizienzstandards hydro- und wärmegedämmt, und die Dächer sind für die Installation von Photovoltaikanlagen vorbereitet.
Gründächer kommen weit verbreitet zum Einsatz. Alle Bauteile, vom Fundament bis zum Dach, sind nach Standards nachhaltiger Architektur zuverlässig hydro- und wärmegedämmt. Die Dächer sind so konzipiert, dass später Photovoltaikanlagen installiert werden können, die den Strombedarf des Gebäudes decken.
Das Konzept für die neue Bepflanzung entlang der Gassen sieht blühende Pflanzen vor, die Bienen anlocken und ihnen Lebensraum bieten. Für die meisten Hecken sind blühende Klettersträucher vorgesehen, die an ein neu errichtetes Bewässerungssystem angeschlossen werden.
































































