BIM und Mengenermittlung

Jedes Projekt des Büros ist ein Gebäudeinformationsmodell in Archicad. Aus ihm entstehen die Zeichnungen, die Listen und die Leistungsverzeichnisse mit Mengen, und der Bauherr erhält das 3D-Modell mit allen Daten und einen virtuellen Rundgang durch das Gebäude.

Ein Modell statt einzelner Zeichnungen

Schon ab dem Entwurf entsteht das Gebäude als dreidimensionales Modell. Jede Wand, jede Decke, jedes Dach und jede Treppe darin trägt ihre Schichten und Materialien: Stahlbeton, Mauerwerk, Dämmung, Putz, Verkleidung, mit Dicke und Fläche. Fenster und Türen haben Maße, Öffnungsrichtung und den Typ der Wand, in der sie stehen. Jeder Raum hat Fläche, Umfang und Beläge an Boden, Wänden und Decke.

Grundrisse, Schnitte und Ansichten sind Darstellungen desselben Modells. Eine Änderung an einer Wand wirkt sich überall aus: in den Zeichnungen, in den Listen und in den Mengen. So widersprechen sich die Zeichnungen der einzelnen Fachbereiche nicht, und das Bauunternehmen erhält Unterlagen, in denen die Zahlen übereinstimmen.

Vom Modell zum Leistungsverzeichnis

Die Mengen werden nicht von Hand aus den Zeichnungen ermittelt. Sie werden als Tabellen aus dem Modell ausgelesen und fließen in eine Arbeitsmappe mit dem Leistungsverzeichnis, deren Formeln mit den Daten des Modells verknüpft sind.

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    Tabellen aus dem Modell

    Bauteile nach Schichten mit Volumen in m³ und Fläche in m²; Räume mit Fläche, Umfang und Ausbauarbeiten an Boden, Wänden und Decke; Fenster- und Türliste mit Maßen, Stückzahl und Wandtyp; Decken, Treppen, Geländer; Oberflächen und Materialien.

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    Leistungsverzeichnis mit Mengen für den Fachbereich „Architektur“

    Die Leistungen nach Abschnitten: Erdarbeiten, Schalung, Beton, Bewehrung, Mauerwerk, Abdichtung und Dämmung, Dach, Ausbau, Fenster und Türen. Jede Position hat eine Einheit und eine Menge, die aus den Tabellen des Modells abgeleitet ist.

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    Bepreistes Leistungsverzeichnis und Zusammenstellung

    Dieselben Mengen mit einer Spalte für den Einheitspreis, die das Bauunternehmen in seinem Angebot ausfüllt. Die Zusammenstellung summiert die Beträge nach Abschnitten. Die Angebote verschiedener Bauunternehmen werden vergleichbar, weil sie auf denselben Mengen beruhen.

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    Listen und Modell für den Bauherrn

    Fassadenliste, Fenster- und Türliste, Raumliste. Der Bauherr erhält das 3D-Modell mit allen Daten im Format BIMx: Es öffnet sich auf Telefon, Tablet und Computer, mit virtuellem Rundgang durch das Gebäude und Messung jedes Bauteils.

Was der Bauherr gewinnt

  • Die Mengen sind aus dem Modell abgeleitet und nicht aus Zeichnungen übertragen. Weniger Abweichungen auf der Baustelle und weniger „unvorhergesehene“ Arbeiten.
  • Vergleichbare Angebote der Bauunternehmen: Alle bieten auf dieselben Mengen an.
  • Bei einer Änderung der Planung werden die Mengen aus dem Modell aktualisiert und nicht neu berechnet.
  • Ein Modell, das ohne Planlesekenntnisse verständlich ist: Das Gebäude lässt sich schon vor dem Bau von innen sehen.

Projekte mit BIM-Modell und Mengenermittlung